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Prof.
Dr. Helmut Reichling |
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Auf
Vorträgen und Prodiumsdiskussionen werde ich immer wieder,
auch von hohen und höchsten politischen Entscheidungsträgern
gefragt:" Was ist eigentlich ein "mittelständisches
Unternehmen" oder "der Mittelstand"? Dabei bin ich
immer wieder erschrocken, wie oft diese Begriffe angeführt
werden und wie unbestimmt doch die Vorstellung darüber ist.
Die Betriebswirtschaftslehre selbst zieht sich hinter den Begriff
Klein- und Mittelbetriebe (KMU) zurück. Das verwundert nicht
bei einer Wissenschaft, die immer mehr die Operationalisierung von
unrechenbaren Zusammenhängen zu ihrer zentralen Aufgabe macht. "Das mittelständische Unternehmen ist eine wirtschaftliche
Entscheidungseinheit einer bestimmten, relativ zu anderen Einheiten
geringeren Größe, deren Eigenkapital zum überwiegenden
Teil in den Händen einer einzelnen Person oder Familie liegt
und die von dieser Person oder Familienmitgliedern geführt
wird, mit dem Willen, diese Einheit in Eigenverantwortung zu halten." Von der Definition des mittelständischen Unternehmens ist der Begriff der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu unterscheiden. Dieser Begriff berücksichtigt in seiner Definition ausschließlich quantitative Größenaspekte. Damit soll eine leichtere Einordnung der Unternehmen in bestimmte Klassen ermöglicht werden (z.B. zur Verteilung von Fördergeldern). Die KMU-Definition der EU-Kommission lautet wie folgt: Kleine Unternehmen aus der Gruppe der KMU Mittlere Unternehmen aus der Gruppe der KMU |
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